Informationsabend in der Reithalle am 17.07.2018

Schloss-Ebnet-Infoveranstaltung-22.jpg

Großes Interesse und viele Informationen

Beim Informationsabend zur Zukunft von Schloss Ebnet waren am Dienstag, 17.07.18 mehrere Hundert Bürgerinnen und Bürger in die Reithalle des Schlosses gekommen. Juliane van Manen, Tochter von Nikolaus v. Gayling-Westphal und seit über 10 Jahren in der Gayling’schen Gutsverwaltung tätig, war es ein grosses Anliegen, deutlich zu machen, warum Änderungen auf dem Schlossparkareal notwendig sind. Sie stellte ihr Konzept für die Zukunft von Schloss Ebnet vor. Geplant ist, dass in die historische Reithalle Ferienwohnungen gebaut werden. Somit könnten zukünftig die erforderlichen Mittel für den Erhalt und Unterhalt des Kulturdenkmals auf dem Gelände selbst erwirtschaftet werden.

Neben van Manen standen Claudia Mann vom Landesamt für Denkmalpflege, Projektentwickler Willi Sutter und Rechtsanwalt Till Bannasch für Fragen zur Verfügung. Moderiert wurde der Abend von Markus Hemmerich.

Sutter stellte dem Publikum zunächst die Planungen für die Ferienwohnungsanlage und das neue Nutzungskonzept vor (siehe unten) und die Denkmalpflegerin Mann erläuterte die Wertigkeit dieses „Kulturdenkmals von besonderer Bedeutung“. Im Anschluss wurde rege und kritisch, aber immer fair und sachlich diskutiert. Viele offene Fragen konnten geklärt werden.

Eine Informationsveranstaltung zu einem so frühen Zeitpunkt der Projektentwicklung abzuhalten, ist eher ungewöhnlich. Für Juliane van Manen war die Veranstaltung jedoch eine Herzensangelegenheit, da eine breite Unterstützung der Bürgerschaft für sie wichtig für die Umsetzung Ihres Projektes ist. Zahlreiche Besucher brachten Ihre positive Haltung zum Ausdruck. Auch von Seiten des Ortschaftsrates und der Vereine fand das Projekt Zuspruch.

Van Manen war zufrieden mit dem Verlauf des Abends: „Aus meiner Sicht war der Abend eine gelungene Veranstaltung. Ich danke allen Beteiligten, die zum Erfolg dieses Abends beigetragen haben. Ich weiß, dass Veränderungen immer auch Ängste auslösen, ich hoffe aber, dass wir diese Ängste durch Transparenz und Informationen nehmen konnten. Besonders gefreut hat mich das positive Feedback aus den Reihen des Ortschaftsrats und der Bürgerschaft.“

 


Über das Projekt:

Das neue Bebauungs- und Nutzungskonzept sieht eine Ferienwohnungsanlage vor, mit der Freiburg und das Dreisamtal zugleich ein attraktives und in dieser Form bisher nicht existentes touristisches Angebot erhält und gleichzeitig die erforderlichen wirtschaftlichen Kriterien für den Unterhalt und damit den Erhalt des Schlosses erfüllt werden. Eine Ferienwohnungsanlage zeichnet sich überdies durch vergleichsweise hohe Wirtschaftlichkeit bei geringem Flächenverbrauch aus.

Die Appartements können in die Reithalle und in das Obergeschoss der Zehntscheune unter Wahrung ihrer Denkmaleigenschaften integriert werden. Das Erdgeschoss der Zehntscheune stünde weiterhin für kulturelle Veranstaltungen zur Verfügung. Die optimale Nutzung der vorhandenen Bausubstanz reduziert somit die Zahl der erforderlichen Neubauten. Dies sind vor allem zwei Gebäude nahe der Reithalle für Empfang/Verwaltung, Lagerflächen, Mitarbeiterwohnungen und Serviceangebote für die Feriengäste und ein Wohnhaus. Hinzu kommt ein Geräteschuppen für die Parkpflege. Im Park zwischen Reithalle und Zehntscheune ist eine Natursauna geplant. Der bisher für die Öffentlichkeit nicht zugänglichen Schlosskeller mit seinem historischen Gewölbe könnte den Feriengästen als Frühstücksraum dienen und zugleich als öffentliches Café-Restaurant betrieben werden. Zwischen Schloss und Zehntscheune soll ein kleiner Terrassenbereich entstehen. Im Schloss selbst bleibt die Möglichkeit zur Durchführung standesamtlicher Trauungen einschließlich anschließender Sektempfänge erhalten. Private Feiern und Hochzeiten bis in die Nacht wird es hingegen aus Lärmschutzgründen nicht mehr geben.

Für kulturelle Veranstaltungen stehen die Erdgeschosse des Schlosses und der Zehntscheuer, das Café-Restaurant und für besondere Anlässe der Gartensaal, der Schlosshof und Teile des Parks weiterhin zur Verfügung.

Im September 2018 wollen der Ortschaftsrat und der Bauausschuss des Gemeinderats über die Einleitung des Verfahrens für einen vorhabenbezogenen Bebauungsplan beraten und beschließen, mit dem die Voraussetzungen für dieses Vorhaben geschaffen werden. Es wird im Bebauungsplanverfahren zwei Mal Gelegenheit zur Mitwirkung für die Öffentlichkeit geben, nämlich eine fakultative frühzeitige Beteiligung und die gesetzlich vorgeschriebene förmliche Offenlage.


Schloss-Ebnet-Infoveranstaltung-19.jpg
 Fotos: www.johannesmeger.com

Fotos: www.johannesmeger.com

Ulf Kollross